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Ist Aluminium im Deo doch nicht so schlimm?

Leichtmetall im Deo

Ist Aluminium im Deo doch nicht so schlimm?

Aluminium in Deo soll doch nicht so schädlich sein, wie bisher angenommen.

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Vor einigen Jahren ist Aluminium im Deo stark in Verruf geraten. Das Leichtmetall soll gesundheitsschädlich sein und durch die Aufnahme aus Antitranspirantien sei die Konzentration im menschlichen Körper viel zu hoch. Das hat das Bundesinstitut für Risikobewertung nun jedoch revidiert und eine neue Risikoeinschätzung veröffentlicht.

Insgesamt ist die Konzentration von Aluminium im Körper in einigen Bevölkerungsgruppen zu hoch. Die zu hohe Konzentration kann gesundheitsschädlich sein. Aluminium gelangt aus unterschiedlichen Quellen in den Körper. Bisher dachte man, dass das Deo eine der Hauptquellen sei. Aluminiumsalze werden im Deo eingesetzt, um den Schweißfluss zu blockieren und Geruchsbildung vorzubeugen bzw. zu hemmen. Hierdurch gelangt das Leichtmetall in die Haut und unseren Körper. Jetzt wurde die Rolle von Aluminum aus Deodorants allerdings vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) neu evaluiert.

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Da es 2014 widersprüchliche Angaben zu diesem Thema gab, hat das BfR auf den Forschungsbedarf hingewiesen, sodass 2016 und 2019 zwei Humanstudien durchgeführt wurden, von denen jedoch nur die letztere zu verwertbaren Daten mit sich brachte.

Aluminiumgehalt aus unterschiedlichen Quellen

Die aktuellste Studie ergab, dass eine gesundheitliche Beeinträchtigung durch den täglichen Gebrauch von aluminiumhaltigen Deodorants unwahrscheinlich ist. Wenn Ihr Euch vor einem zu hohen Aluminiumgehalt schützen wollt, solltet Ihr laut BfR stattdessen darauf achten, saure und salzhaltige Lebensmittel sowie Getränke vor dem Kontakt mit Aluminium zu schützen. Quellen für die Aluminiumaufnahme können so Trinkflaschen, Backbleche oder Grillschalen sein.

Denn egal, auf welchem Weg das Aluminium in den Körper gelangt, es ist und bleibt schädlich für unser Nervensystem, die Nieren und die Knochen. Aber immerhin können wir doch mit einem besseren Gewissen weiter oder wieder Deo mit Aluminiumsalzen nutzen.

 

Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung



Marina Görtz ist Redakteurin in der Redaktion Medizin und Zahnmedizin des Deutschen Ärzteverlags.

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