Iren in Urlaubsstimmung

Corona-Schlupfloch macht Reise möglich

Im Urlaub in der Sonne trotz Corona entspannen? Für die Iren scheint das Dank einen Schlupflochs möglich.

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Viele sehnen sich das Ende der Pandemie herbei, um endlich wieder in den Urlaub ins Ausland fahren zu können. Doch die Corona-Pandemie macht eine solche Reise gerade quasi unmöglich oder sie ist mit vielen Auflagen wie Quarantäne oder einer Testpflicht verbunden. Eine Ausnahme scheint es jedoch in Irland zu geben – denn viele der Iren nutzen ein Schlupfloch.

Eigentlich gilt auch in Irland gerade die Beschränkung, unnötige Reisen ins Ausland zu unterlassen. Doch viele Iren scheinen sich nicht daran zu stören und haben eine Lücke in der Corona-Verordnung gefunden. Die erlaubt es ihnen, z.B. für einen Kurztrip nach Spanien oder Marokko zu fliegen.

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Zahnarzt als Ausrede für unerlaubte Corona-Reise

Denn die Verordnung besagt, dass während der Corona-Pandemie eine Reise dann erlaubt sei, wenn sie gesundheitlich notwendig ist. Diesen Umstand machen sich besonders junge Paare zunutze und vereinbaren Zahnarzttermine im Ausland, wie eine Praxismitarbeiterin auf Teneriffa laut des Internetportals Politico mitteilt. Weitere Ziele seien auch Barcelona, die Türkei oder andere kanarische Inseln.

Ein weiteres Problem dieses Schlupflochs sei, dass der Großteil dieser Termine von den vermeintlichen Patienten nicht wahrgenommen werde. So würden sie anderen den Platz wegnehmen, den diese z.B. schmerzbedingt dringender benötigen. Es sei also nur eine Ausrede, um in den Urlaub fahren zu können. Aus diesem Grund verweigern einige Praxen bereits, Termine an irische Bürger zu vergeben oder verlangen Vorkasse.

Kaum rechtliche Handhabe

Die Situation ist den irischen Behörden bekannt – doch ändern lässt sich offenbar vorerst nichts. Denn die Polizei, die auch vermehrt die Flughäfen kontrolliert, habe nicht das Recht, Menschen an der Ausreise zu hindern, wenn diese eine Terminbestätigung für einen Arztbesuch vorweisen können.

Laut Politico hätten bereits Hunderte irische Bürger eine Geldstrafe in Höhe von 500 Euro erhalten. Momentan steht zur Diskussion, die Corona-Verordnung anzupassen oder die Geldstrafe auf ein Maximum von 2.000 Euro zu erhöhen. Polizeichef Drew Harris warnte reisefreudige Iren auch vor einer möglichen Inhaftierung.

Quelle: politico



Online-Redakteurin im Deutschen Ärzteverlag. Schreibt für die zahnmedizinischen Webportale und Social-Media-Kanäle.

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