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Gesund, aber schädlich für die Zähne

Welche Lebensmittel Zuckerfallen sind

Gesund, aber schädlich für die Zähne

günther gumhold / pixelio.de

Auch viele gesunde Speisen entpuppen sich durch einen hohen Anteil an natürlichem Zucker als Zahnfeinde. Welche Lebensmittel, die für eine gesunde und ausgewogene Ernährung wichtig sind, trotzdem schädlich für die Zähne sein können, hat das Online-Portal gesuendernet.de zusammengestellt.

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Einen hohen Anteil an natürlichem Zucker haben Honig, Fruchtsäfte und süßes Obst, auch wenn sie ansonsten als Teil einer bewussten Ernährung gelten. “Ich empfehle daher, als Durstlöscher auf ungesüßte Tees und Wasser zurückzugreifen und den Genuss kleiner süßer Snacks zwischendurch zu reduzieren, um damit die Zähne tagsüber nicht dauerhaft dem in den Speisen enthaltenen Zucker auszusetzen”, sagt Dr. med. dent. Alexander Ilbag, Mitinhaber der Salierpraxis mit Standorten in Düsseldorf und Kempen.

Saures ist schlecht für die Zähne

Auch saure Lebensmittel setzen den Zähnen zu. Sinkt der pH-Wert im Speichel durch Übersäuerung ab, reizt dies das leicht entzündliche Zahnfleisch. Säurehaltige Speisen, wie etwa Zitrusfrüchte oder Wein, greifen zudem den Zahnschmelz nachhaltig an. Langfristig führt ein saures Milieu im Mund zu Zahnerosion, einem fortschreitenden Verlust der Zahnsubstanz, und zu weiteren irreversiblen Schäden.

Gemüse mit Milchprodukten kombinieren

Auch nach dem Verzehr von Gemüse wie Spinat, Mangold oder Rhabarber fühlen sich die Zähne manchmal stumpf an. Schuld ist der hohe Gehalt an Oxalsäure, die sich mit Kalzium verbindet, den Zähnen diesen Mineralstoff entzieht und somit ebenfalls einen Erosionsprozess bewirkt. Solche Gemüsesorten sollten mit Milchprodukten wie Sahne oder Joghurt kombiniert werden, da das darin enthaltene Kalzium die schädliche Säure bindet.

Nicht direkt nach Saurem Zähneputzen

Direkt nach dem Verzehr säurehaltiger Lebensmittel sollten nicht die Zähne geputzt werden, da die Putzbewegungen und die Zahnpasta auf dem durch die Säure leicht angerauten Zahnschmelz regelrecht wie Schmirgelpapier wirken. Es hilft, den Mund mit Wasser auszuspülen, um Säurereste zu entfernen, ohne den Zahnschmelz anzugreifen. Nach wenigen Stunden hat der körpereigener Speichel den normalen pH-Wert wieder hergestellt.

Pizza, Pasta und Burger als Zahnfeind

Bestehen Pizza und Pasta aus hochwertigen Kohlehydraten, wie etwa Vollkornprodukten, führt dies nicht zu einem Säureüberfluss im Mund. Weisen die Nahrungsmittel jedoch einen hohen Anteil leicht löslicher Kohlehydrate auf, wie etwa bei Weißbrot, neutralisiert der Speichel den pH-Wert im Mund nicht mehr ausreichend. “Zahnpflege-Kaugummis nach dem Essen heben die Speichelproduktion an und der Säurespiegel senkt sich”, rät Ilbag.

Zahnverfärbungen durch Kaffee, Tee und Rotwein

Zahnverfärbungen durch den Genuss bestimmter Gewürze oder Saucen drohen hierbei in der Regel jedoch nicht. Wer dazu allerdings einen Kaffee, Tee oder Rotwein genießt, riskiert den Verlust seines strahlend weißen Lächelns, denn langfristig verfärben diese Lebensmittel die Zähne.

Ungesüßte Milchprodukte als Snack zwischendurch liefern ausreichend Kalzium, das den Zahnschmelz stärkt und den Säuregehalt im Mund neutralisiert. Faserreiche Lebensmittel, wie etwa Vollkornbrot oder Gemüse, wirken durch intensives Kauen reinigend und kräftigend für Zähne und Zahnfleisch.



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