Junge Erwachsene und die Ernährung

Wie gesund isst die Generation Y?

Deutsche Studierende nehmen, anders als erwartet, viel Obst und Gemüse zu sich.

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Obst und Gemüse oder doch eher Fast Food und Süßes? Je nach Generation ändern sich auch die Schwerpunkte in der Ernährung. Doch wie gesund ernähren sich Generation Y und Co. eigentlich? Dazu liegen erste Ergebnisse einer Studie vor.

Verschiedene Ernährungsentscheidungen können sich auch auf die Wirtschaft auswirken, wenn z.B. ein großer Teil der Bevölkerung bestimmte Produkte nicht mehr konsumiert. So würden momentan circa 70 Prozent der globalen Bevölkerung weniger Fleisch und Kuhmilch zu sich nehmen, erklärt Prof. Dr. habil. Sven Michel, Leiter des Fachgebietes Therapiewissenschaften II an der BTU Cottbus–Senftenberg.

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In Deutschland lebt Generation Y gesünder

Zu den sich verändernden Ernährungstrends und -gewohnheiten bzw. deren Ursachen starteten Forscher eine Untersuchung der Generation Y. Dazu nahmen Wissenschaftler der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) sowie der staatlichen Jan Kochanowski Universität Kielce in Polen und der staatlichen Katholischen Universität Ružomberok in der Slowakei die Ernährung von Studenten der drei Länder unter die Lupe.

Die 5 Phasen der Generations-Typologie
  • Traditionals: geboren zwischen 1922 und 1946
  • Babyboomer: geboren zwischen 1946 und 1964
  • Generation X: geboren zwischen 1965 und 1979
  • Generation Y/Millenials: geboren zwischen 1980 und 1994
  • Generation Z: geboren ab 1995

Die ersten Ergebnisse der Ende 2019 gestarteten Untersuchung zeigten bereits spannende Unterschiede. So ist die Ernährung der deutschen Studierenden die gesündeste im Vergleich zu den anderen Ländern, denn sie bauen viel Obst und Gemüse in ihren Essensplan ein. Ganz im Gegesatz zu Studierenden aus Polen, die vermehrt Wurstwaren und frittiertes Essen zu sich nehmen.

Weitere Untersuchungen laufen

Dabei mache es laut Forschern auch offenbar keinen Unterschied, ob die Studierenden ein fundiertes Wissen über die Lebensmittel und deren Auswirkung hätten. Denn sie konnten nicht feststellen, dass sich Studierende mit diesem Wissen automatisch gesünder ernähren. Ihrer Meinung nach sei auch der Einfluss der Bewegung und Angebote wie Mensen oder Kantinen dafür ausschlaggebend, was jedoch noch im weiteren Verlauf der Untersuchung analysiert werden müsse.

 

Quelle: Suliga E et al.: Diet Quality Compared to the Nutritional Knowledge of Polish, German, and Slovakian University Students – Preliminary Research. In: Int. J. Environ. Res. Public Health 2020, 17 (23), 9062. Basel: 2020 (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7730789/)



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