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Zwischenbilanz: Zucker in Kinderlebensmitteln

Vier Jahre „Reduktionsstrategie“

Zwischenbilanz: Zucker in Kinderlebensmitteln

Erfrischungsgetränke enthalten laut Zwischenbilanz 35 Prozent weniger Zucker als noch vor vier Jahren.

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Lebensmittel für Kinder enthalten immer noch zu viel Zucker. Doch hat sich die sogenannte „Reduktionsstrategie“ in den vergangenen Jahren schon auf die Menge von Zucker in Kinderlebensmitteln ausgewirkt? Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) stellt eine Zwischenbilanz vor.

Im Jahr 2018 startete die nationale Reduktions- und Innovationsstrategie (NRI) des BMEL. Sie soll dazu führen, dass Fertigprodukte weniger Zucker, Salz und Fette enthalten. Gleichzeitig solle aber der Geschmack erhalten bleiben und nicht eine Zutat durch die andere ersetzt werden, erklärt Julia Klöckner, Bundeslandwirtschaftsministerin. Das Monitoring zur Reduktionsstrategie stellte das beauftragte Max Rubner-Institut vor.

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Zucker in Kinderlebensmitteln stark reduziert

Für Kinderlebensmittel konnte es in den letzten vier Jahren eine deutliche Zuckerreduktion feststellen. Laut ihrer Ergebnisse enthalten Joghurts 20 Prozent weniger Zucker, Frühstückscerealien 15 Prozent und Erfrischungsgetränke sogar 35 Prozent weniger. Das wirkt sich auch positiv auf die Kalorienzahl aus, die insgesamt sinkt. Sowohl für Brot- und Kleingebäck als auch für Wurst- und Fleischwaren zeigen die Ergebnisse eine Reduktion des Salzgehaltes. Auch Frucht- und Müsliriegel enthalten jetzt weniger Zucker.

Erstmalig wurde auch eine Basiserhebung für sogenannte Quetschprodukte durchgeführt. Diese enthalten oft von Natur aus schon viel Fruchtzucker. Durchschnittlich ergab das Monitoring für die Quetschprodukte einen Zuckergehalt von 10,4 Gramm pro 100 Gramm – also ähnlich dem Gehalt von Fruchtsäften. Oft enthalten sie zusätzlich noch Haushalts- oder Traubenzucker, Agavensirup oder Süßmolkenpulver.

Nachbesserungsbedarf erkannt

Trotz dieses Erfolgs bei der Reduktion von Zucker in Kinderlebensmitteln und generell in Fertigprodukten sieht Klöckner noch Nachbesserungsbedarf. „Deshalb wird es weiter eine engmaschige Erfolgskontrolle geben. Wir lassen hier niemanden aus der Verantwortung. Dort, wo es hakt, wird nachgebessert und wenn nötig, reguliert.“

Insgesamt soll diese Ernährungspolitik den Menschen ermöglichen, sich einfacher gesünder zu ernähren. Eine Unterstützung bietet dabei auch der Nutri-Score. Entscheidend für eine gesunde Ernährung sei aber das ganze Ernährungsmuster und nicht nur der Verzehr einzelner Lebensmittel, betont Prof. Pablo Steinberg, Präsident des MRI.

Den kompletten Bericht findest Du hier.



Online-Redakteurin im Deutschen Ärzteverlag. Schreibt für die zahnmedizinischen Webportale und Social-Media-Kanäle.

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