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Warum egal ist, ob “Chef” oder “...

Aufs Geschlecht kommt es nicht an

Warum egal ist, ob “Chef” oder “Chefin”

Ob Zahnarzt oder Zahnärztin, ob Chef oder Chefin: Eigentlich ist das gar nicht so wichtig, solange der Führungsstil passt.

Copyright © Robert Kneschke / Adobe Stock

Wer kann ein Praxis-Team besser leiten: ein Zahnarzt oder eine Zahnärztin? Da gehen die Meinungen auseinander. So oder so: Was einen guten Chef ausmacht, zeigt sich am Miteinander in der Praxis. Das Praxisteam ist engagiert, motiviert. Viel wichtiger als die Geschlechterfrage ist deshalb die Einstellung und der Umgang des Chef/der Chefin mit seinen/ihren Mitarbeitern.

Der Anteil von Frauen in Führungspositionen ist gering und auch in Zahnarztpraxen ist nicht selten der Chef männlich und das Team weiblich. Der Hälfte der Deutschen (52 Prozent) ist es egal, ob ihr Chef männlich oder weiblich ist. Aber: rund jeder Dritte würde einen männlichen Boss bevorzugen. Das hat das Marktforschungsinstitut Gallup herausgefunden.

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Chef oder Chefin einer Zahnarztpraxis sind nicht nur für den wirtschaftlichen Erfolg verantwortlich, sondern auch für eine gute Mitarbeiterführung. Doch was macht eine gute Führung aus? Studienautor Marco Nink schreibt im Gallup-Unternehmensblog: Vor allem ist es den Angestellten wichtig, dass ihre Bedürfnisse und Erwartungen wahrgenommen werden.

Mitarbeiter gleich behandeln

Ebenso wichtig ist es aber auch, dass der Chef oder die Chefin seine/ihre Erwartungen offen kommuniziert. “Ich muss klar benennen, besser noch mit dem Team gemeinsam aufstellen, wie wir miteinander umgehen wollen – sonst enden ,harmlose’ Reibereien schnell im Chaos”, sagt Kommunikationstrainerin Regina Först in einem Interview auf zm-online.de. Außerdem solle der Zahnarzt oder die Zahnärztin anerkennen, dass die Mitarbeiter individuell sind und sie nicht miteinander verglichen, sondern gleich behandeln. “Eine gute Führung bedeutet, sich für die Menschen und ihre Persönlichkeiten zu interessieren – ohne sie dabei zu bewerten!”

Der Chef/die Chefin einer Zahnarztpraxis sollte für eine offene Kommunikation eintreten und sich einschalten, wenn es im Team mal kriselt. Konflikte können sonst das Arbeitsklima erheblich stören. Und das bekommt letztendlich dann auch der Patient zu spüren.


Noch mehr Tipps zu einem gelungenen Miteinander in der Praxis erhaltet Ihr in unserer Kolumne:


Praxismitarbeiter in Entscheidungen einbeziehen

Viele Praxismitarbeiter wünschen sich, in wichtige Entscheidungen mit einbezogen zu werden. Wer Verantwortung abgibt, signalisiert seinem Team: Ich vertraue euch. Wenn eine Entscheidung getroffen ist, sollte sie erläutert werden, so fühlt sich jeder respektiert und involviert. Und sollte sich eine Entscheidung als falsch herausstellen, ist es ein Vertrauensbeweis, wenn auch das offen zugegeben wird.

Was ist also dran an den Geschlechter-Vorurteilen? Unser Fazit: Es kommt weniger darauf an, ob ein Mann oder eine Frau führt, sondern mehr, dass der- oder diejenige klare Ziele hat, offen und wertschätzend kommuniziert und dafür sorgt, dass sich alle Mitarbeiter in ihrem Job wohlfühlen.



Silja Elfers arbeitet als Redakteurin in der Redaktion Medizin / Zahnmedizin des Deutschen Ärzteverlags.

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