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Sichtprüfung bei rotierenden Instrumenten

Kontrolle bei der Hygiene

Sichtprüfung bei rotierenden Instrumenten

Die Sichtprüfung ist ein essentieller Schritt in der Instrumentenaufbereitung.

Copyright © Komet Dental

Auch wenn vieles in der Praxishygiene mittlerweile maschinell und digital abläuft – die Sichtprüfung bleibt ein extrem wichtiger Schritt der Instrumentenaufbereitung. Denn Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!

Rotierende und oszillierende Instrumente wie Bohrer, Fräser, Schleifer oder Polierer gehören zur Risikoklasse Semikritisch B. Sie müssen daher einer Aufbereitung unterzogen werden, die von einer nicht fixierenden Vorreinigung über ein geeignetes manuelles oder maschinelles Reinigungs- und Desinfektionsverfahren bzw. eine maschinelle Reinigung und anschließende Dampfsterilisation reicht.

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Ob manuelle oder maschinelle Aufbereitung – nach der Reinigung und Desinfektion sollten sämtliche Instrumente noch einmal vom verantwortlichen Praxismitarbeiter auf Beschädigungen oder Restverschmutzungen geprüft werden. Weil Mikrorisse oder kleine Schmutzpartikel mit bloßem Auge jedoch schwer zu erkennen sind, empfiehlt sich die Zuhilfenahme einer Lupe.

Sichtkontrolle bestanden

Werden an den rotierenden Instrumenten keinerlei Auffälligkeiten festgestellt, können sie bereits ordnungsgemäß verpackt oder ggf. vorab noch thermodesinfiziert werden (notwendig bei vorheriger maschineller Reinigung ohne Desinfektion). In jedem Fall ist darauf zu achten, dass bis zur Freigabe jeder Schritt des Aufbereitungsprozesses lückenlos dokumentiert wird. Nachdem das Instrument die Hygienekette vollständig durchlaufen hat, kann es vor Staub und Kontamination geschützt verstaut werden.


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Was geschieht mit beschädigten zahnärztlichen Instrumenten?

Stellt der Mitarbeiter bei der Sichtprüfung ausgebrochene Schneiden, frakturierte Arbeitsteile, korrodierte Oberflächen oder fehlende Diamantierungen fest, droht ein Sicherheitsrisiko für Patienten und Praxisteam. Deshalb sollten diese Instrumente sofort durch intakte Exemplare ersetzt werden. So kann die gleichbleibende Qualität der Werkzeuge während der Behandlung sichergestellt werden.

Schmutzreste entdeckt, was dann?

Sind an den rotierenden Instrumenten bei der Sichtkontrolle noch Verschmutzungen oder Anhaftungen zu erkennen, ist die komplette Reinigung der Instrumente zu wiederholen. Erst wenn das Instrument dann die erneute Sichtprüfung besteht, darf es entsprechend eingelagert werden.

 



Daniel Kilzer

Daniel Kilzer ist Produktmanager bei Komet Dental und zuständig für die Bereiche zahnärztliche Schallspitzen, Polierer und Aufbereitung.

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