YouGov-Umfrage

Bei Zahnschmerzen nicht zum Zahnarzt?

Nicht für alle Patienten sind Zahnschmerzen Grund genug, um der Zahnarztpraxis einen Besuch abzustatten.

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Eigentlich klingt es logisch: Bei Zahnschmerzen geht man zum Zahnarzt. Doch für einige Deutsche scheint das nicht zu gelten. Laut einer gemeinsamen Umfrage von YouGov und dem Versicherungsunternehmen Clark gehen nur zwei Drittel der Deutschen in die Zahnarztpraxis, wenn der Zahn schmerzt.

Passend zum Tag der Zahnschmerzen diese Woche (09. Februar) gab eine aktuelle Umfrage bekannt, dass ein Drittel (35 Prozent) der Deutschen bei Zahnschmerzen nicht zum Zahnarzt geht. Auch wenn die Corona-Pandemie und die Angst vor einer Ansteckung mit dem Virus beim Zahnarzt dazu beitragen, sind sie nicht alleiniger Verursacher dieser Zahlen. Dabei sollten Arztbesuche, ob zur Prophylaxe oder mit speziellem Krankheitszustand, nicht aufgeschoben werden.

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Denn bisher gelten Zahnarztpraxen, vor allem aufgrund der guten Hygienemaßnahmen, nicht als Corona-Hotspots. Gerade die ältere Generation scheint jedoch pflichtbewusster zu sein. 75 Prozent der Befragten ab 55 Jahren gaben an, dass sie bei Zahnschmerzen zum Zahnarzt gehen.

Zahnleiden sind für viele unwahrscheinlich

Vor allem bei Zahnschmerzen suchen sich viele scheinbar Alternativen zur klassischen zahnärztlichen Behandlung. Neben Schmerzmitteln (13 Prozent) gaben neun Prozent an, einfach zu warten, bis der Schmerz nachlässt. Weitere sieben Prozent der Befragten gaben an, dass sie zunächst Hausmittel wie Kamillentee ausprobieren, um den Besuch in der Zahnarztpraxis zu vermeiden.

Neben diesen Alternativen ist jedoch die generelle Einstellung der Deutschen eher so, dass Zahnleiden unwahrscheinlich sind. Generell wurde das Risiko als niedrig eingeschätzt, dass man überhaupt an ernsthaften Zahnleiden erkranken könnte. 52 Prozent gingen sogar so weit zu sagen, dass sie einen Zahnverlust oder eine Reparatur nach einem Unfall für sich selbst ausschließen, dass es sie betreffen könnte. Weitere 39 Prozent denken, es sei unwahrscheinlich, dass sie mal Probleme mit der Zahnwurzel bekommen können. Das gleiche gilt für 29 Prozent, die das auch über Karies oder eine Zahnfleischentzündung angaben.

Auch kosmetische Eingriffe wie eine Zahnspange gelten für die meisten als unwahrscheinlich, sogar für die 18- bis 24-Jährigen. Wie viele Patienten dieser Gruppe bereits eine Zahnspange hatten, ist leider nicht bekannt. Parallel dazu sagten auch 74 Prozent der älteren Generation, dass sie kein Gebiss benötigen werden.

 

Quelle: Clark/YouGov



Marina Görtz ist Redakteurin in der Redaktion Medizin und Zahnmedizin des Deutschen Ärzteverlags.

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