Erfolgreich im Bewerbungsgespräch

Schöne Zähne für den Job

Bewerberinnen und Bewerber mit einem schönen Lächeln werden bevorzugt behandelt.

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Hat man bessere Karten in einer Bewerbung, wenn man ästhetisch schöne Zähne hat? Eine aktuelle Studie hat dies untersucht. Das Ergebnis: Bewerber mit schönen Zähnen werden häufig bevorzugt behandelt.

Für ein Bewerbungsgespräch bereitet man sich nicht nur inhaltlich vor, sondern versucht sich auch äußerlich zurecht zu machen. Vielleicht geht man vorher noch shoppen für ein neues Outfit. Doch ein Bleaching, eine PZR oder sogar ein paar Veneers gehören in der Regel nicht zur Vorbereitung für ein Bewerbungsgespräch. Eine Studie hat nun aber herausgefunden, dass es viele Vorurteile gegenüber Menschen mit einer optisch nicht optimalen Zahnästhetik gibt. Wer keine schönen Zähne hat, hat somit in einer Bewerbung schlechtere Karten.

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In der Studie hat PlusDental weltweit mehr als 5000 Personalverantwortliche zu Vorurteilen bezüglich mangelnder Zahnästhetik und -gesundheit befragt. Wie die Studie zeigt, haben schöne Zähne einen großen Einfluss auf die Bewerbung und den Einstellungsprozess. Insbesondere in Bereichen mit viel Kontakt zu Menschen, z.B. im Kundenservice oder in der Krankenpflege, manifestieren sich diese Vorurteile. Im Kundenservice beantworteten mehr als 50 Prozent der Befragten (53,49 Prozent), dass ein attraktives Lächeln „sehr wichtig“ sei, in der Krankenpflege waren es 30,23 Prozent und im Vertrieb 27,91 Prozent. In der IT, Datenanalyse oder der Programmierung kommen diese Vorurteile weniger häufig vor, fast 17 Prozent der Befragten aus dieser Branche gaben sogar an, dass ein schönes Lächeln „überhaupt nicht wichtig“ sei.

Diagramm Bewerbung schöne Zähne

Je schöner die Zähne, desto bessere Chancen hat man im Bewerbungsgespräch vor allem im Kundenservice und der Krankenpflege.

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Schlechter sozioökonomischer Status

Nicht nur die Gene haben Auswirkungen auf die Zahnästhetik. Vor allem die tägliche Mundhygiene und der regelmäßige Gang zur Prophylaxebehandlung entscheiden im Verlauf des Lebens über schöne und vor allem gesunde Zähne. So ergab die Studie weiter, dass die Zahngesundheit und das Einkommen sich wechselwirkend beeinflussen. Ein besseres Einkommen hat sogar einen größeren positiven Einfluss auf die allgemeine Zahngesundheit als Aufklärungsarbeit der Politik.

Hinzukommt, dass sozial benachteiligte Menschen seltener zum Zahnarzt gehen. Sie sind unzufriedener mit ihrer Zahnästhetik und weisen eine schlechtere Zahngesundheit auf. Insbesondere Kinder, deren Eltern im Dienstleistungssektor oder Vertrieb arbeiten und ein niedriges Einkommen haben, gehen nicht so häufig zum Zahnarzt wie Kinder von Managern oder Fachkräften. Auch Kinder aus ländlichen Gebieten sind weniger oft beim Zahnarzt als Kinder aus der Stadt.

Lächeln nicht vergessen

Doch nicht nur die Ästhetik der Zähne ist ausschlaggebend, auch ein Lächeln an sich kann den Verlauf eines Bewerbungsgesprächs beeinflussen. So zeigt die Studie, dass Bewerberinnen und Bewerber, die nicht lächeln, unkooperativ oder nervös wirken können. Ein Lächeln ist sehr wichtig für die menschliche Interaktion. Also denkt in Bewerbungsgesprächen daran, ein freundliches Gesicht zu zeigen. Auch wenn Ihr nervös seid, kann ein Lächeln viel bewirken.

„Die Auswertung der Umfrage bestätigt, dass in bestimmten Branchen gewisse Vorurteile gegenüber der Zahnästhetik vorherrschen“, erläutert Eva-Maria Meijnen, Geschäftsführerin von PlusDental. „Bedauerlicherweise hat die Studie auch gezeigt, dass in der heutigen Gesellschaft die Zahngesundheit sowie der Zugang zu kieferorthopädischen Korrekturen untrennbar mit sozioökonomischen Faktoren verbunden sind.“ Mithilfe dieser Studie möchte PlusDental auf Diskriminierungen im Bewerbungsprozess hindeuten sowie das Bewusstsein des Personalmanagements schärfen. Denn nicht die Ästhetik der Zähne, sondern die berufliche Qualifikation sollte ausschlaggebend für die Einstellung von Bewerbern sein. Zudem kann ein guter Job und berufliche Stabilität dafür sorgen, dass sich die Zahngesundheit verbessert.

Alle Ergebnisse der Studie könnt Ihr hier nachlesen.



Marina Görtz ist Redakteurin in der Redaktion Medizin und Zahnmedizin des Deutschen Ärzteverlags.

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