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Deutsche sind sorglos bei der Zahnvorsorge

Schlechte Risikoeinschätzung

Deutsche sind sorglos bei der Zahnvorsorge

Gerade einmal die Hälfte der Deutschen geht laut Umfrage regelmäßig zur Kontrolle und Prophylaxe in die Praxis.

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Wie oft kommen Deine Patienten tatsächlich in die Praxis? Für ein lückenlos geführtes Bonusheft braucht es einen jährlichen Termin zur Vorsorge, bis zum 18. Lebensjahr zweimal jährlich. Doch eine neue Umfrage des digitalen Versicherungsmanagers CLARK zeigt, dass es die Deutschen mit der Zahnvorsorge nicht so genau nehmen, wie sie sollten.

Am 25. September war wie jedes Jahr wieder der Tag der Zahngesundheit. Passend zu diesem Anlass gab es eine Umfrage des digitalen Versicherungsmanagers CLARK in Zusammenarbeit mit dem Befragungsinstitut YouGov. Dabei stellten sie fest, dass den Deutschen die Zahnvorsorge anscheinend nicht sehr wichtig ist.

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Karies? Ich doch nicht!

Insgesamt befragten sie 2064 Personen zwischen dem 9. und 11. September 2020. Die Ergebnisse gelten als repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Jeder dritte Befragte glaubt nicht, dass er oder sie irgendwann an Karies leiden wird. Auch eine Wurzelbehandlung halten sehr viele für unwahrscheinlich (42 Prozent). Noch weniger glauben, ein neues Gebiss (52 Prozent) oder eine Zahnspange oder Zahnkorrektur (74 Prozent) erhalten zu müssen. Auch ein Zahnverlust oder eine Zahnreparatur nach einem Unfall schätzen viele als nicht wahrscheinlich ein (45 Prozent).

Verzicht auf Zigaretten, aber nicht bei Kaffee

Dabei scheint vielen jedoch ein schönes Lächeln und gesunde Zähne am Herzen zu liegen, denn die Befragten geben an, zugunsten ihrer Zähne auf einiges verzichten zu wollen. Ganz oben auf der Abschussliste der schädlichen Dinge stehen Zigaretten (46 Prozent). Außerdem würden die Befragten Softdrinks (33 Prozent), Zucker (33 Prozent), Rotwein (31 Prozent) oder Smoothies (31 Prozent) von ihrer Einkaufsliste streichen.

Doch weit weniger Befragten würden sich von Kaffee und Tee (14 Prozent) oder Pasta (vier Prozent) trennen wollen. Insgesamt sagt jeder Fünfte, dass er oder sie keine Genussmittel einschränken wolle, nur eines schönen Lächelns wegen.

Zahnreinigungen werden kaum genutzt

Auch die Zahnpflege selbst schneidet bei der Umfrage nicht sonderlich gut ab. Gerade einmal 79 Prozent der Befragten putzen regelmäßig die Zähne, nur jeder zweite Befragte nutzt laut eigenen Angaben Zahnseide oder eine Mundspülung. Und nur etwa jeder Zweite nutzt regelmäßig die Möglichkeit einer zahnärztlichen Prophylaxebehandlung.

Quelle: Presseportal



Online-Redakteurin im Deutschen Ärzteverlag. Schreibt für die zahnmedizinischen Webportale und Social-Media-Kanäle.

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