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Kann Sport die Mundgesundheit verbessern?

Parodontitisrisiko

Kann Sport die Mundgesundheit verbessern?

Sport ist nicht nur für das Herz, sondern auch für unsere Zähne gut.

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Sport ist gut für unseren Körper. Aber auch auf unsere Mundgesundheit soll Sport einen positiven Einfluss haben, wie eine Studie nun herausgefunden hat. Insbesondere das Parodontitis-Risiko soll sinken.

Das Sport einen positiven Einfluss auf unseren Körper hat und Krankheiten vorbeugt, ist schon länger bekannt. Sport senkt das Risiko für Herzerkrankungen, Fettleibigkeit, Typ-2-Diabetes und sogar manche Krebsformen. Zu dieser Liste gehört aber auch die Mundgesundheit. Regelmäßiger Sport beeinflusst die Mundgesundheit positiv, insbesondere das Parodontitisrisiko.

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Dank Sport bessere Mundgesundheit

Menschen, die Sport machen, haben ein um 54 Prozent geringeres Risiko für Parodontitis als Personen, die keinen Sport machen. Eine amerikansiche Umfrage belegt dies und zeigt, dass drei Mal wöchentlicher Sport oder weniger das Parodontitisrisiko um 33 Prozent senkt. Auch der Zusammenhang zwischen dem BMI und der oralen Gesundheit ist bereits belegt. Ein gesunder BMI und regelmäßige sportliche Aktivitäten reduzieren das Parodontitisrisiko um 40 Prozent. Weitere Faktoren, die das Risiko senken sind eine gesunde, mediterrane Ernährung. Sie zeichnet sich aus durch einen geringen Anteil an Industriezucker und einem hohen Gehalt an Früchten, Gemüse und gesunden Fetten.

Die Balance finden

Man sollte aber nicht von Null auf 100 mit dem Sport starten. Wer gar keinen Sport macht und damit starten möchte, sollte zunächst kürzer trainieren und auf etwa zwei Stunden Sport pro Woche hin arbeiten. Auch das Aufwärmen sollte nicht vergessen werden. Wichtig für das Workout sind sowohl kardiovaskuläres Training, also Ausdauersport, zu betreiben als auch regelmäßig die großen Muskelgruppen zu trainieren.

Exzessiver Sport ist Allerdings auch nicht nur gut für den Körper. Eine gesunde Balance ist hier der Schlüssel. Denn zu viel Sport kann im schlimmsten Fall wiederum zu oralen Schäden führen. Ursache sind dann vor allem der Konsum säurehaltiger Sportgetränke und das Atmen durch den offenen Mund, wodurch der Zahnschmelz angegriffen werden kann. Das gilt aber hauptsächlich für professionelle Athleten, die stattdessen z. B. auf elektrolytreiches Wasser umsteigen sollten.

Quelle: British Dental Journal, Science Daily



Marina Görtz ist Redakteurin in der Redaktion Medizin und Zahnmedizin des Deutschen Ärzteverlags.

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