Neues Rekordhoch bestätigt

Mundkrebs: So viel Kranke wie noch nie

Nicht nur Rauchen gilt als einer der größten Risikofaktoren für Mundkrebs. Auch Alkohol oder HPV-Viren zählen dazu.

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Hast Du auch schon Patienten mit Mundkrebs behandelt oder kennst jemanden, der diese Form von Krebs hat? Diese Fälle werden immer häufiger auftreten. Denn jährlich erkranken allein in Deutschland mehrere tausend Personen an Mundkrebs. In Großbritannien waren es 2018 bereits über 8.000 Betroffene, bei denen diese Krankheit diagnostiziert wurde. Und die Tendenz steigt weiter.

Aber durch was wird Munskrebs ausgelöst? Die Risikofaktoren sind sehr unterschiedlich. Nicht nur mangelnde Mundhygiene gehört dazu. Vor allem Rauchen oder starker Alkoholkonsum sorgt dafür, dass das Risiko für Mundkrebs steigt. Rauchen wurde bei 17 Prozent der Erkrankungen als Ursache festgestellt. Außerdem besteht bei einem Raucher ein fast doppelt so hohes Risiko für Mundkrebs – nämlich 91 Prozent – im Vergleich zu einem Nichtraucher.

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Alkohol und Rauchen nicht die einzigen Risikofaktoren

Zu den größten Risikofaktoren zählt auch übermäßiger Alkoholkonsum. Etwa ein Drittel aller Mundkrebserkrankungen ist darauf zurückzuführen. Wenn eine Person viel Alkohol trinkt und außerdem raucht, dann hat sie ein 30 mal höhreres Risiko als abstinente Personen, an Mundkrebs zu erkranken. Aber es gibt noch weitere Risikofaktoren außer Alkohol und Tabak. Dazu zählen eine Infektion mit HPV-Viren, Kautabak, eine ungesunde Diät, durch die ein Vitamin- und Mineralienmangel entsteht, sowie die Familiengeschichte. Ist ein Familienmitglied bereits von Mundkrebs betroffen, konnte eine familiäre Häufung festgestellt werden. Die Ursachen hierfür sind jedoch noch unklar.

Neueste Mundkrebs-Zahlen aus Deutschland und Großbritannien

Für Großbritannien hat die Oral Health Foundation kürzlich eine Untersuchung veröffentlicht. Hier erkankten im Jahr 2018 8.337 Personen an dieser Form von Krebs. Im Vergleich zum Jahr 2017 sind das zwei Drittel mehr Neuerkrankungen. Über 2.700 Betroffene starben 2018 in Großbritannien an Mundkrebs. Für Deutschland hat das Robert Koch-Institut die neuesten Zahlen veröffentlicht. Sie beziehen sich auf einen Zeitraum bis 2016. Allein für das Jahr 2013 beispielsweise erkrankten rund 17.500 Personen an einer Form von Mundkrebs. Dabei sind es dreimal mehr Männer als Frauen, die betroffen sind.

Je eher der Krebs diagnostiziert wird, desto größer sind die Heilungs- und Überlebenschancen. Deswegen ist es besonders wichtig, dass Deine Patienten regelmäßig zur Vorsorge und Prophylaxe kommen. Auch wenn sie Beschwerden entwickeln, sollte sie umgehend in die Praxis kommen.

Quellen: Oral Health Foundation, Robert Koch-Institut



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