Schäden an den Zähnen verhindern

Sodbrennen vorbeugen – aber wie?

Häufges Aufstoßen, ein Druckgefühl im Oberbauch und brennende Schmerzen hinter dem Brustbein sind häufig Anzeichen für Sodbrennen.

Copyright © chajamp – stock.adobe.com

Sodbrennen ist für die Betroffenen nicht nur unangenehm, sondern auch schädlich. Etwa 20 Prozent der Bevölkerung leiden darunter. Dabei sind mehr Frauen als Männer betroffen. Neben den üblichen Beschwerden wie Aufstoßen oder einer entzündeten Speiseröhre hat Sobrennen auch einen schädlichen Einfluss auf die Zähne Deiner Patienten. Mit diesen Tipps jedoch können sie Sodbrennen vorbeugen und ihre Zähne besser schützen.

Wenn Magensäure durch die Speiseröhre zurück in den Mund fließt, spricht man auch von einer Refluxkrankheit. Betroffene leiden dann nicht nur unter Sodbrennen, sondern verspüren häufig auch ein Druckgefühl im Oberbauch, ein schmerzhaftes Brennen hinter dem Brustbein, Aufstoßen sowie Halsschmerzen und Husten. Auch Schluckbeschwerden, Übelkeit oder ein schlechter Geschmack im Mund können auftreten. Wird das Sodbrennen nicht behandelt, schadet die zurückfließende Magensäure zusätzlich auch den Zähnen Deiner Patienten.

Anzeige

Falsche Ernährung

Denn die Magensäure ist eigentlich nur für die Verdauung der Speisen im Magen gedacht. Die Magenwand ist entsprechend dagegen geschützt und nimmt keinen Schaden. Ganz im Gegensatz zur Speiseröhre, dem Rachen oder den Zähnen. Hier können Reizungen und sogar Entzündungen entstehen. Die Magensäure führt auf Dauer zu einer Demineralisierung des Zahnschmelzes und des Zahnbeins. Daraus entwickelt sich schließlich durch Erosionen eine Hypersensibilität der Zähne und das Risiko für Karies und Parodontitis erhöht sich merklich. Die Schäden betreffen insbesondere die hinteren Zähne und die Palatinalflächen der Schneidezähne.

Die Ursachen von Sodbrennen sind meist der vermehrte Konsum von säurehaltigen Lebensmitteln und Getränken, stark gewürztem oder fettigem Essen, erhöhter Alkoholkonsum, Rauchen und Stress. Denn durch diese Faktoren wird die Produktion der Magensäure angeregt. Sollte Dein Patient unter den Symptomen von Sodbrennen leiden, ist es ratsam, dass er zuerst mit seinem Hausarzt über mögliche Ursachen spricht. Trotzdem kannst auch Du ihm bereits einige hilfreiche Tipps an die Hand geben, die Sodbrennen vorbeugen können und besonders die Zähne des Patienten schützen.

Sodbrennen vorbeugen: Diese Tipps helfen

Eine der besten Präventivmaßnahmen ist natürlich die regelmäßige Kontrolle in der Zahnarztpraxis sowie eine PZR. Hier kannst Du schon früh Zahnerosionen erkennen und ensprechend eine geeignete Therapie einleiten. Außerdem sollten Deine Patienten regelmäßig den Mund ausspülen, wenn sie Sodbrennen hatten oder säurehaltige Lebensmittel, Obst oder Wein zu sich genommen haben. Grundsätzlich sollte auch die Ernährung angepasst, weniger Säurehaltiges konsumiert und natürlich eine gute Mundhygiene gepflegt werden. Eine weitere Möglichkeit sind Medikamente wie PPI (Protonenpumpenhämmer), die die Bildung von Magensäure hemmen. Den Reflux beeinflussen sie aber nicht. Außerdem kannst Du Deinen Patienten diese Tipps empfehlen:

  • Kaugummis kauen: Das regt die Speichelproduktion an. Durch mehr Speichel wird die Magensäure im Mund verdünnt.
  • Ernährung: Neben der erwähnten Ernährungsumstellung hilft es auch, langsam zu essen und gut zu kauen. Außerdem sollten Betroffene von Sodbrennen fettreiches und scharf bzw. stark gewürztes Essen meiden und besser mehrere kleine als wenige große Mahlzeiten zu sich nehmen.
  • Konsum von Zucker und säurehaltigen Lebensmitteln und Getränken reduzieren
  • Nicht zu spät abends vorm Schlafengehen essen. Das belastet den Magen zusätzlich.
  • Falls vorhanden, am besten Übergewicht und Stress abbauen
  • Mit erhöhtem Oberkörper (am besten mit einem verstellbaren Bett, doppelte Kissen reichen nicht aus) oder auf der linken Seite schlafen. Dann liegt der Magenverschluss oben und der Reflux wird gemindert.

Quelle: Refluxgate.de



Online-Volontärin im Deutschen Ärzteverlag. Unterstützt die zahnmedizinischen Webportale und Social-Media-Kanäle.

Ähnliche Artikel

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich stimme den Allgemeinen Nutzungsbedingungen sowie Datenschutzbestimmungen zu, die ich hier eingesehen habe. *

INSTAGRAM
Sei live dabei!