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Was bei der Bleaching-Beratung wichtig ist

Weißer geht’s nicht

Was bei der Bleaching-Beratung wichtig ist

Strahlend weiße Zähne, das wünschen sich immer mehr Patienten. Dementsprechend steigt auch die Nachfrage nach Bleaching in der Praxis.

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Gerade in den letzten Jahren hat Bleaching einen festen Platz in vielen Zahnarztpraxen eingenommen. Die Patienten fragen immer wieder – insbesondere beim Praxis-Team – nach Möglichkeiten für weißere Zähne. Für DENTAL team gibt DH Karola Westrup Tipps rund um die Zahnaufhellung.

Auch Westrup trifft während der Prophylaxesitzungen oftmals auf die Frage nach weißeren Zähnen. „Wenn ich einen solchen Patienten bei mir im Behandlungsstuhl habe, beginne ich tatsächlich zuallererst mit der Frage: ,Was wünschen Sie sich wirklich für Ihre Zähne?‘ Ganz schnell stellt sich heraus, dass sich der Patient eigentlich nur hellere Zähne wünscht, angelehnt an das typische Hollywoodlächeln.“

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Beratung ist wichtig

Hellere Zähne seien mit Bleaching kein Problem, doch das wahre Hollywoodlächeln schon, denn es ist eine Zahnfarbe, die sehr häufig unnatürlich wirkt. „Jeder Zahn reagiert unterschiedlich positiv auf das Bleaching und wird dementsprechend auch unterschiedlich strahlend weiß.“ Deshalb sei es auch wichtig, anhand von Farbskalen gemeinsam mit dem Patienten zu klären, was wirklich durch ein Bleaching erreicht werden kann.

Kombi aus zwei Methoden

Natürlich müssen auch die Risiken in der Beratung angesprochen werden. Denn: Infolge einer Zahnaufhellung können Schmerzempfindlichkeiten auftreten. Bei Patienten mit Fluorosen können sogar Dentinschmerzen (pulsierende Schmerzen) auftreten. „Diese Patienten sollte man sehr genau beraten und ihnen erklären, dass man mit einer professionellen Zahnreinigung auch schon viel erreichen kann“, rät Westrup.

Generell empfiehlt die Dentalhygienikerin ihren Patienten ein Home-Bleaching – auch in Kombination mit In-Office-Bleaching. Für Westrup erzielt diese Variante die besten Ergebnisse. Ihre Erfahrung ist, dass der Patient nach einer gewissen Zeit nach dem direkten Bleaching seine Zähne nicht mehr als so weiß empfindet. „Mit dem Home-Bleaching kann der Patient selbst entscheiden, wann und wie oft er nachbleachen möchte.

Empfindlichkeiten nach dem Bleaching

Sollten nach der Zahnaufhellung Empfindlichkeiten auftreten, arbeitet Westrup in ihrer Praxis mit einer speziellen Zahncreme, die eine Kombination aus Xylitol und Hydroxylapatit enthält. „Wir lassen unsere Patienten eine Woche vor ihrem Bleachingtermin damit putzen.“ Die DH und ihre Kolleginnen konnten beobachten, dass danach weniger Patienten von Problemen nach der Zahnaufhellung berichteten. Sollten dennoch Empfindlichkeiten auftreten, dann rät Westrup dazu, die Produkte zu empfehlen, die auch vonseiten der Bleachingmittel-Hersteller empfohlen werden. Zusätzlich können auch Produkte mit Natriumfluorid bei Empfindlichkeiten helfen.

Wichtig sei es zudem, dass Patienten zur Mitarbeit bereit sind, um gute Bleaching-Ergebnisse zu erhalten. 24 Stunden nach der Zahnaufhellung beispielsweise sollte eine „weiße Diät“ eingehalten werden. Das heißt, Lebensmittel mit dunklen Farben, wie etwa Curry, Ketchup, Rotwein, dunkle Saucen, Tee oder Kaffee, sind zu meiden. Ebenfalls verzichtet werden sollte aufs Rauchen und auf säurehaltige Getränke wie Weißwein. „Die Patienten sollten lieber stilles Mineralwasser trinken.“

Für Westrup gibt es auch klare Kontraindikationen für die Zahnaufhellung, insbesondere bei Patienten mit Zahnersatz, da man Kronen nicht bleachen kann. Auch jungen Patienten unter 20 Jahren empfiehlt sie kein Bleaching, da bei diesen das Pulpahorn noch zu stark ausgeprägt sei, was zu starken Empfindlichkeiten führen könnte. „Schwangere Patientinnen und Patienten, die generell bereits stark schmerzempfindliche Zähne haben, sollten ebenfalls auf ein Bleaching verzichten.“

Auswirkungen aufs Adhäsiv

Einige Studien sprechen davon, dass sich Bleaching bei Adhäsiven negativ auf die Haftkraft am Dentin auswirken könnte. Aus ihrer täglichen Praxis und aus zahlreichen Gesprächen mit Kolleginnen kann Westrup diese Erfahrung nicht bestätigen. „Wichtig ist dabei zu beachten, dass nach erfolgtem Bleaching eine Karenzzeit von fünf bis zehn Tagen (fallbezogen) einzuhalten ist, bevor adhäsive Restaurationen wieder vorgenommen werden dürfen.“

Eine Besonderheit gilt für das Aufhellen von Zähnen nach einer Wurzelkanalbehandlung. Bei der „Walking-Bleach-Methode“ wird ein spezielles Bleichmittel in den oberen Teil des Wurzelkanals eingebracht und der Zahn wieder provisorisch verschlossen. Diese Prozedur wird so lange wiederholt, bis der gewünschte Farbton erreicht wird.

Alternativen zum Bleaching

Es gibt natürlich auch Alternativen zum Bleaching – verschiedene andere Methoden, um einen Zahn aufzuhellen. Erster Schritt, um die passende Methode zu finden, ist dann immer, die Ursache für die Zahnverfärbung herauszufinden.

Generell gilt: Mit professioneller Zahnreinigung erreicht man beim Patienten, der nur leichte Verfärbungen hat, bereits eine leichte Aufhellung. Eine gute Mundhygiene führt auch dazu, dass sich ein Zahn erst gar nicht richtig verfärbt. „Und schließlich kann man hochwertige und langlebige helle Zähne natürlich auch mit einem guten Zahnersatz erhalten.

Bleachingmethoden
  • OTC-Produkte: Frei verkäufliche Bleaching-Materialien aus der Drogerie (zum Aufpinseln, als Strips oder in vorgefertigten Schienen). Diese Produkte enthalten Bleichmittel in geringerer Konzentration.
  • Home-Bleaching: Zahnaufhellung aus der Praxis mit individuell angepassten Schienen, in die Karbamidperoxid-Gel eingefüllt wird und die man dann zu Hause entweder ein bis zwei Stunden am Abend oder über Nacht trägt. Die Schienen werden ca. zwei Wochen getragen, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.
  • In-Office-Bleaching: Zahnaufhellung in der Zahnarztpraxis in zwei bis vier Sitzungen. Dazu wird ein deutlich höher dosiertes Gel benutzt, das in der Praxis 20 bis 30 Minuten einwirken muss und zusätzlich mit speziellen Lampen erwärmt werden kann.


DH Karola Westrup

Karola Westrup arbeitete als DH in einer Zahnarztpraxis in Greven. Ihre Schwerpunkte sind Parodontalbehandlungen, Prophylaxe, Recall sowie Individualprophylaxe bei Kindern und Jugendlichen.

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