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Der Weg zu gesunden Zähnen

3-fach-Prophylaxe

Der Weg zu gesunden Zähnen

Als häusliche Mundhygienestrategie hat sich die 3-fach-Prophylaxe bewährt.

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Prophylaxe ist in aller Munde, zumindest sollte es so sein. Denn für dauerhaft gesunde Zähne sind eine gute häusliche Mundhygiene und eine zahngesunde Ernährung wichtige Voraussetzungen. Als effiziente häusliche Strategie für die Mundgesundheit hat sich die 3-fach-Prophylaxe aus Zähneputzen, Interdentalpflege und Mundspülung mit antibakterieller Wirkung (z. B. Listerine) bewährt.

Neben der häuslichen Prophylaxe sind ein regelmäßiger Besuch beim Zahnarzt und die Durchführung einer professionalen Zahnreinigung wichtige Bausteine für eine gute Mundgesundheit. Zum wesentlichen Bestandteil der zahnmedizinischen Beratung gehört es daher, bei Patienten ein Bewusstsein für die Bedeutung präventiver Maßnahmen zu schaffen und sie zu einer guten Mundhygiene anzuleiten.

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Zähne lebenslang gesund halten

Der Mund ist gesund, wenn bei der zahnärztlichen Untersuchung weder aktuell noch zukünftig Handlungsbedarf festzustellen ist. Das betrifft nicht nur die Zähne, sondern auch die Schleimhäute sowie die Zunge. Ein nicht-gesunder Mund erhöht unmittelbar das Karies-, Gingivitis und Parodontitisrisiko. Wie die fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V) zeigt, ist den meisten Menschen in Deutschland die eigene Zahn- und Mundgesundheit sehr wichtig. Dass Vorsorge und Eigenverantwortung eine wichtige Rolle spielen, ist ihnen dabei bewusst: 70 bis 85 Prozent der Befragten zeigten sich überzeugt, viel oder sehr viel für die eigene Mundgesundheit tun zu können. Dennoch zeigen epidemiologische Daten Defizite in den mechanischen Mundhygienemaßnahmen. Häufig wird nicht das Niveau erreicht, das nötig ist, um parodontale Erkrankungen zu vermeiden. Dies liegt u. a. an einem mangelndem Bewusstsein für schwer zugängliche Zahnflächen oder Zahnzwischenräume. Umso wichtiger ist es, Patienten effektive und individuelle Prophylaxestrategien zu vermitteln, die eine gründliche Reinigung des Zahn- und Mundraums ermöglichen.

Als häusliche Mundhygienestrategie hat sich die 3-fach-Prophylaxe bewährt. An erster Stelle steht dabei die mechanische Zahnreinigung mit einer Zahnbürste. Patienten können sich dabei an der „2×2 Formel“ orientieren: mindestens zwei Mal täglich für mindestens zwei Minuten.

Bei der Wahl der Zahnbürste zeigt sich, dass elektrische Modelle gegenüber Handzahnbürsten einen – geringen, aber statistisch signifikanten – größeren Effekt bei der Reduktion von Gingivitis haben. Die Zahnzwischenräume sollten mit Zahnseide oder Interdentalbürste gereinigt werden. Neben der mechanischen Mund- und Zahnreinigung empfiehlt sich auch die Verwendung von Mundspülungen mit antibakterieller Wirkung wie Listerine. Die darin enthaltenen ätherischen Öle eignen sich für das häusliche Biofilmmanagement und helfen, Gingivitis und anderen paradontalen Erkrankungen vorzubeugen.

Mit Motivation und Routine Patienten anleiten

Das genaue Anleiten von Patienten zeigt einen Anstieg in der Effektivität der Zahnreinigung. Um einen dauerhaften Erfolg zu erzielen, benötigen Patienten eine stetige Motivation. Zum Bestandteil der zahnmedizinischen Beratung gehört es daher, bei Patienten ein Bewusstsein für die Bedeutung präventiver Maßnahmen zu schaffen und sie zu einer guten Mundhygiene anzuleiten. Den Herausforderungen der Prophylaxe-Beratung wird sich DH Julia Haas (Fachbereich Dentalhygiene & Präventionsmanagement an der E U | F H Campus Köln) in den nächsten team-Ausgaben im Gespräch mit angehenden Prophylaxe-Expertinnen widmen.



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