ParoStatus-Tipp

PA-Befund leicht gemacht

ParoStatus ermöglicht es, den Patienten direkt über seine Befunde zu informieren.

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Die neue Klassifikation der parodontalen und periimplantären Erkrankungen und Zustände aus dem letzten Jahr bestätigt es: Die Grundlage einer erfolgreichen Parodontaltherapie und anschließenden Erhaltungstherapie ist eine regelmäßige parodontale Befundung. Diese sollte konsequent durchgeführt werden und Bestandteil der prophylaktischen Maßnahmen sein.

Ich kenne noch die Zeiten, in denen die Erhebung eines Parodontal-Befundes extrem aufwendig, hygienisch problematisch und zeitraubend war. Meist fand man keine Kollegin, die Zeit hatte, die Sondierungstiefen, Blutungspunkte, Rezessionen, Lockerungsgrade und Furkationsbeteiligungen zu notieren, sodass man selbst schreiben musste. Zuerst per Stift notiert und im Anschluss noch kompliziert in die Abrechnungssoftware übertragen. Später konnte man die Befunde der Software nutzen und sich durch mehrere Befundblätter klicken. Dies war sehr zeitaufwendig und leider oft unübersichtlich, so dass eine intensive Aufklärung und Motivation des Patienten so nicht möglich war.

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Schnelle PA-Befunde

In unserer Praxis arbeiten wir mit dem Programm ParoStatus.de. Das Programm wurde ohne Probleme mit der vorhandenen Praxissoftware per Schnittstelle verbunden und ermöglicht eine schnelle und gründliche Befundung. Dies gibt uns die Gelegenheit, die Patienten mit ins Boot zu nehmen, da alle Befunde auf einem Befundblatt übersichtlich dargestellt werden können. Außerdem erlaubt das Programm auch mit einem Maus-Klick den Vergleich der Befunde – besonders eindrucksvoll für die Patienten.

Das Programm unterstützt uns im gesamten Ablauf der Sitzung – beginnend mit dem Einführungsgespräch. Ich erhebe die eventuellen systemischen und genetischen Risikofaktoren, erfrage, ob mein Patient raucht und welche Medikamente er einnimmt und wie sich die Karieshistorie darstellt.

Befund anschaulich erklären mit dem iPad

Die klinische Befundaufnahme erfolgt hygienisch per iPad. Dieses ist desinfizierbar, und ich kann die Befunde direkt über das Display eingeben. Für mich die ideale Ergänzung bei der Erhebung der Indizes. Die Verwendung der iPads ist schon zu Beginn der Befundaufnahme für den Patienten ein „Eyecatcher“ und bleibt in der Regel nicht unkommentiert, im positiven Sinne. Bei jedem Patienten wird der BOP, also die Blutung auf Sondierung, erhoben. Dieser Index erlaubt eine schnelle Beurteilung der parodontalen Gesundheit oder Erkrankung. Da jeder Zahn systematisch sondiert wird, bekomme ich auch sofort einen Eindruck von eventuellen pathologischen Sondierungstiefen oder aktiven Parodontaltaschen, sodass weitere Therapieschritte eingeleitet werden können.

Im Anschluss appliziere ich den Plaquerevelator, und der Plaquebefund wird erhoben. Der Blutungs- und Plaquebefund wird automatisch prozentual ausgerechnet und ebenfalls visuell im Befund umgesetzt – so erhält der Patient ein umfassendes Bild seiner Erkrankung.

Motivation durch Information

Am Bildschirm, der im Blickfeld der Patienten angebracht ist, informiere ich meine Patienten über ihre Befunde und was diese für ihre Mundgesundheit bedeuten beziehungsweise warum eventuell noch weitere Behandlungsschritte erforderlich sind.

Mein Tipp: Mit einem Klick könnt Ihr die Größe der Entzündungsfläche des parodontalen Epithels auf eine Handfläche projizieren – da versteht jeder Patient sofort den Behandlungsbedarf! ParoStatus berechnet anhand der Vorabinformationen über Grunderkrankungen und Risikofaktoren sowie der aktuellen Befunde das persönliche PA- und Kariesrisiko des Patienten und welche weitere Therapie erfolgen sollte bzw. wie häufig die professionelle Zahnreinigung empfohlen wird. Ideal ist weiterhin, dass der Behandlungsablauf durch wenige Schritte dokumentiert wird.

Zu guter Letzt bekommt mein Patient eine persönliche Empfehlung über seine Mundhygieneprodukte und seine Risikoanalyse ausgedruckt, viele nutzen auch schon die dazu gehörige Prophylaxe-App für das Smartphone.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ParoStatus mir die Möglichkeit gibt, Befunde schnell und umfassend zu erheben; dies kann in jede Prophylaxesitzung eingebracht werden. Keine parodontale Erkrankung bleibt mehr unentdeckt. Es ist ein perfektes Tool, meine Patienten umfassend zu informieren und vor allem zu motivieren, und das in einer Zeit, die es ermöglicht, wirtschaftlich zu arbeiten.



Katja Piecuch

Dentalhygienikerin, Referentin und Praxistrainerin; tätig in der Praxis Dr. Kuspiel, Dr. Pumpe & Loermann (M. Sc.) in Harsewinkel

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